Kapitel 21 - Drei Schiffe im Dunkeln eines Mysteriums

Willkommen in der Kantine, Reisender...

Melde Dich an oder registriere Dich kostenlos

Ich wache wieder auf der MC1-L Station auf, mit ihren weniger kryptischen Namen Shallow Field Station. Seit einigen Tagen ist wieder Xeno-Threat von der Bildfläche verschwunden. In meinem winzigen Quartier, das ich auf der Station bezogen habe, brummt mir der Schädel. Seit einigen Tagen habe ich immer wieder Kopfschmerzen, aber zum Arzt zugehen, halte ich noch zu früh.
Die Wände in einem grauen-grünlichen Ton und der winzige Tisch wie der kleine Schrank bieten kaum Bewegungsfreiheit. Die winzige Bettkoje nicht größer, als auf einem Idrisschiff.

Ich schaufle mein bescheidenes Frühstück in mich hinein und ziehe dann eine Lederjacke an, die mit einem Muster von goldenen Linien durchzogen ist und sich in Dreiecken zueinander verbinden, auf einem schwarzen Hintergrund.
Ein Hemd ziehe ich drunter an mit einem Bild von Orison. Mir hat die Wolkenstadt in ihrem Aussehen und ihrem Ausblick doch sehr gefallen.
Dann verlasse ich mein kleines Quartier und begebe mich in die Richtung der Lobby. Alian ist im Sol-System angekommen, wie ich erfahren habe. Die Besprechungen laufen offenbar nun an.Unternehmen Gespräche. Wirtschaftsinteressen. Mal sehen, was ich davon halten soll, denke ich mir unwirsch.
Die Belüftungen der Raumstation säuseln ständig im Hintergrund und in der Ferne erkenne ich schon die Holo-Pizza, die über den Pizzaladen schwebt.
Eine Gestalt hat sich offenbar ein Getränk geholt und kommt mir nun näher.
Sie trägt einen Raumanzug, der mir irgendwie vertraut ist. Ein in Schwarz gehaltener Kampfanzug, der nur durch den Unteranzug gebrochen wird mit einer militärischen schwarz-weis Camouflage.
Die Person trägt keinen Helm und die männliche Person hat einen P-8 auf ihrem Rücken.Als ich das Gesicht erkenne, wird es mir klar um, wenn es sich handelt.
Es ist Kjeld Stormanson. Ich habe nicht mit ihm hier gerechnet. Er begrüßt mich freundlich:“
Oh, Hallo, Nathan. Freud mich sie wiederzusehen.“ Begrüßt er mich.


„Danke. Kjeld, länger nicht mehr wiedergesehen.“
„Das kann wohl sagen. Was haben sie da an?“ Fragt er mich neugierig. Ich lächle ihm zu und zupfe an meiner Lederweste:“ Ach des, nunja, mir hat das Muster gefallen und ich muss sagen, Orison fand ich sehr schön. Ich kann schon die verstehen, die als Sehenswürdigkeit besuchen. Ich habe eine Nachricht an ihnen geschickt. Haben sie die erhalten?“


Ja, dies. ich war in den letzten Wochen...beschäftigt. Aber ich konnte ihre Nachrichten entschlüsseln, die sie uns weitergeleitet haben.“ Antwortet mir Kjeld mit einer kurzen Pause.
Neugierig frage ich:“ Was kam da heraus?“
„Die Sache ist die. Was herauskam, ist interessant. Wir sollten das lieber nicht auf dem Raumhafen besprechen. Die Infos, die darauf sind wohl nicht für jeden zum Mithören bestimmt. Wir müssten übrigens noch einen Kameraden abholen. Wäre es in Problem, wenn wir ihn mitnehmen? Wir waren beim Du beim letzten mal, oder?“ Erwidert Kjeld geheimnisvoll.
Ich stimme für beides zu und wir begeben uns in Richtung der Pads, um unsere Schiffe aufzurufen.

„Ich habe ein Schiff hier übrigens eingeparkt, das könnten wir dann benutzen.“
„Gut, dann ziehe ich meinen Raumanzug am besten an.“ Sage ich Kjeld noch schnell.
„Ahja, meinen Helm sollte ich am besten auch anlegen.“

Ich krame da während meinen Anzug heraus, mit voluminösen grünen Brustkorbpanzerung und an den Beinen eine dicke Rüstung, die in Schwarz gehalten ist.
Der Helm hat ein dreieckähnliches Design und die Arme sind selber dick gepanzert.
Ich hatte bisher keine Gelegenheit, ihn wieder umzutauschen, so ist er noch aus dem Xeno-Threat. Ich packe den Helm unter meinen Arm und begebe mich wieder in die Richtung der Konsolen.
„Und wieso bist du hier auf der Station?“ Fragt mich Kjeld aufgeschlossen.
„Ich habe mitgeholfen gegen Xeon-Threat.“ Antworte ich ihm kurz.
„Achja, Xeno-Threat. Da war ja was. Ist wohl relativ viel Scheiße vom Pro-System rübergekommen.“ Horcht Kjeld abfällig darüber.
„Ja, die haben wieder einen massiven Angriff gestartet auf das Stanton-System.“ Erwidere ich beißend.

Darauf begeben wir uns zum Landingpad, wo das Schiff steht. Es ist wieder die gleiche Starrunner, auf der ich mit ihm schon war. Die Bifröst.
So erzählt er mir noch, dass sein Schiff letztens gewartet werden musste.

Mit dem türkisen Nebel, die die Station umgibt, trennt sich ihre Silhouette nur schwach vom Hintergrund ab. Als wir uns im Vakuum begeben, höre ich nur meine eigenen dumpfen Schritte auf dem Pad und Kjeld über den Commfunk.
Die Rampe öffnet sich und lässt einen Einblick auf die Starrunner zu, die nur im gedämpften Licht innen leuchtet.

„Du kennst sie ja schon, damals auf Microtech.“ Erinnert sich Kjeld. Ich bejahe es.
Wir fahren mit dem Lift in das obere Deck und Kjeld redet währenddessen offenbar mit jemanden anderen über Funk. Ich horche auf, denn ich höre heraus, es handelt sich um Root. Der Name kommt mir bekannt vor.
Wir bewegen uns an den Servern der Bifröst vorbei und Kjeld sagt dann:“ Wir holen einen Kameraden bei der Jericho-Station ab. Er wurde zum Dienst einberufen als Veteran von der Navy und dem haben sie jetzt bei Jericho abgesetzt. Denn holen wir mal schnell ab.“

„Ah ich verstehe.“ Antworte ich nur.
Ich steige im Copiloten ein und Kjeld begibt sich an den Pilotensitz. Er lässt das Schiff hochfahren. Die Monitore blinken auf und ein Ton steigt immer höher auf. Dann starten die Antriebe der Starrunner, die durch Schiffshülle hörbar sind. Mit einem donnernden Dröhnen steigen wir dann vom Pad ab.

Kjield erklärt mir einige Funktionen des Armaturenbrettes bei meinem Copiloten sitz, die sich als nützlich erweisen könnten.

„Und wo hast du nochmal das Fliegen erlernt? Bzw. du kannst fliegen, oder?“ Fragt mich Kjeld.

Ich bin erst überrascht, hat er es etwa vergessen:“ nun ich hatte ja meine Navy Ausbildung als Offizier. Daher habe ich das Fliegen auf der Flyakademie bei der MacArthurakademie gelernt. Es war eine sehr spannende Zeit ... damals.“

„Ah ok, ja zu der Flyakademie wäre ich auch gerne gekommen. Aber sie haben mir gesagt, das würde nicht klappen und haben mich daher in die Resech Akademie gesteckt. War aber auch ganz spannend. Ich hatte am Ende der Dienstzeit meine Chance in die Flyakademie rein zu schnuppern. Ich hätte das sogar länger machen können, aber ich war dann ganz froh nicht mehr in der Navy arbeiten zu müssen. 80 % meiner Dienstzeit habe ich mit Toilettenschrubben verbracht. Das war auf Nimbus III. Auf einer Valkyrie.“

Sofort danach funkt Kjeld Root an, während wir uns weiter in Richtung des Nebels bewegen, der mir inzwischen sehr vertraut ist.

Wie gegenteilig die Erfahrung und damit die Auffassung einer Sache sein kann, denke ich mir wehmütig.

Für mich verbinde ich immer wieder die Navy als eine Art verlorene Familie und auch mit einem tiefen Schmerz.

Dann springen wir los zur Jericho-Station. Der Nebel zieht an uns vorbei und schon nach kurzer Zeit taucht die Jericho-Station mit ihren Andockarmen auf.

Sie so verlassen zu ziehen, nach den letzten Tagen fühlt sich für mich auf eigentümliche Weise eigenartig an.

„Wir schauen uns dann am besten die Datei gemeinsam im Serverraum an.“

Inzwischen füllt die Station das gesamte Cockpitfenster aus und die Antriebe lassen den Innenraum in ein rhythmisches Vibrieren erklingen.

„Durch meine Veteranen Zeit habe ich eine Art Verfikationstrackingcode für meine Privatschiffe. Dass heißt die Navy weiß auf jedenfalls das ein Veteran hier ankommt. Was gut ist. Das sie halt weiß das es sich um eigene oder verbündete kräfte handelt, andernfalls wäre es halt doof, wenn ich ein bisschen was doofes mache. Dann kommt das sofort auf den Record und dann wissen sie sofort, was ich verbrochen habe. Da musst mal nachfragen. Wenn du für deine Schiffe sowas nicht hast, solltest du es jedenfalls bekommen können.“

Gibt mir Kjeld den Tipp.

Das ist mir sogar neu, dass es eine solche Möglichkeit gibt. Da könnte er recht haben, das könnte sich wirklich als nützlich erweisen und irgendwas Zwielichtiges zu veranstalten würde mir im Leben nicht einfallen.

Wir nähern uns nun eines der Landeplattformen und Kjeld setzt langsam zur Landung an.

Die Antriebe beben langsam ab und wir nähern uns immer dem Landingpad.

„Könntest du schnell in die Drohnenansicht? Damit wir hier sicher landen? Vom Cockpit aus, ist das hintere Teil der Starrunner nicht gut sichtbar.“
Ich übernehme es und sehe, wie schwarz-gelbe Starrunner aufsetzt, aber nur knapp am hinteren Teil des Pads.
„Wir müssten ein Stück weiter nach vorne, sonst wir der Einstieg etwas schwerer.“
Weise ich darauf hin.
„Dann drehe ich am besten das Schiff. Wir nehmen ja keinen den Platz weg.“ So dreht sich die Starrunner um die eigene Achse und die Seitentriebwerke dröhnen auf, als sie das Schiff ausgleichen.

Dann landen wir sanft auf Jericho ab und Kjeld lässt die Antriebe runterfahren.



Wir begeben uns gemeinsam wieder zum Frachtraum mit der Außenrampe, die runtergefahren ist.
Root kommt hoch und Kjeld und Root begrüßen sich lebhaft.

Als mich Root in seinem Raumanzug sieht:“ Kennen wir uns nicht irgendwo? Sind wir uns nicht schon irgendwo begegnet?“
„Ja, weißt du noch die Kontrolle, die wir mal hatten und auf Port Olisar ebenso.“ Erinnert ihn Kjeld.
„Ja stimmt jetzt fällt es mir ein.“
„Wir sollten was für Nathan entschüsseln, aber dazu kommen wir später noch. Jetzt erzähle mal, wie war es wieder mal in der Navy.“

Fragt Kjeld Root neugierig.
„Ach, das war ganz schön. Ich kann leider nicht viel erzählen. Ist halt einiges wie gewöhnlich unter Verschluss.“ Antwortet Root freudig.
Darauf begeben wir uns in die Richtung der Küche der Starrunner. Root möchte sich gerne noch stärken und kann es mir nicht verdenken, wie ich an meine kurze Zeit in der Navy erinnert werde. Es erscheint wie eine für mich inzwischen verschlossene Welt und doch so greifbar nah. Wehmütig denke ich daran.

„Nathan, wir gehen nochmal kurz in das Cockpit. Wir springen dann mal von Jericho los.“
Die Antriebe starten mit einem tiefen Grollen und das Schiff hebt dann kurz darauf ab.

Mir kommt der Gedanke hoch, wie Platz verschwendend für mich das Cockpit ist und ich kann mich nicht davon losreißen, diese Kritik an Kjeld weiterzugeben.
Der lacht darauf auf und antwortet:“

Ja, die Beefröst ist für mich ausreichend im Gegensatz zu der Kammer auf Grimhex. Mittlerweile bin ich ganz froh, dass ich außerhalb der Station schlafen kann.“ Kjeld erzählt mir dann, dass irgendwelche Gerüchte vorherrschen soll auf der Station und es gar spucken soll, erzählen sich die Menschen dort.

Ich verziehe nur verächtlich das Gesicht. Grimhex ein Ort von Piraten und Verbrechern. Was soll es mich scheren, was sich dort die Leute erzählen.
„Ich war nie auf Grimhex und soll es dort nicht von Verbrechern und Piraten wimmeln. Ein Ort, wo sich die Outlaws sammeln? Immerhin herrschen dort auch die Ninetails.“ Antwortete ich mürrisch.
„Nun sie herrschen dort, aber so einfach ist das nicht. Es gibt auch Menschen, die leben einfach so, die nicht viel mit dem Rest vom Stanton System nicht viel zutun haben wollen.“
Erklärt er mir. Ich gehe nicht darauf näher ein. Es kommt mir wie eine Entschuldigung vor. Wenn sie nicht soviel mit dem Stanton System zutun haben wollen, wieso begeben sie sich ausgerechnet nach Grimhex. Etwa wegen dem Pyro-System, das ein ganzes Piratennest sein soll?

Inzwischen haben wir einen guten Abstand gewonnen zur Jericho-Station. Kjeld deaktiviert die Antriebe und sagt dann zu mir:“ nun gut dann kommen wir zu deiner Nachricht. Am besten begeben wir uns in den Scanningraum.
Root kommt mit und wir sammeln uns im engen Scanningraum. Ein Stuhl, der mit der Decke Verbunden ist, befindet sich am hinteren Teil des Raumes.
Der Raum ist nur diffus beleuchtet und mehrere Anzeigenmonitoren befinden sich an den Serverplates an den unverkleideten Teilen des röhrenförmiges Raumes.
Kjeld erzählt zu Root inzwischen das sie ihre Dienstkleidung auf die Starrunner verlegt hätten.
Dann wendet sich Kjeld an mich und sagt zur mir:“ Ich schicke dir jetzt die Nachricht am besten rüber.

Gespannt starre ich auf mein Mobiglass und sehe vor mir die entschlüsselte Nachricht:


--//: Code Agency- UEE Advocacy

Attacke auf Informationszentrum Hurston Dynamik

Erfolgreich durchgebrochen...Erwarten weitere Anweisungen

Senden der Daten auf die UEES Silverstar, UEES freedom, UEES Mars...weitere Daten erwarten...Kontakt wird hergestellt...Operation Crécy wird vollzogen...


Weiteres stand nicht in der Nachricht. Es war als Würde sich ein Rätsel nach dem anderen stellen.
Immerhin sind es die Namen drei weitere Schiffe, aber mir sagen sie nichts. Es gibt aber so zahlreiche Schiffe in der Navy. Das die UEE Advocacy dahinter stehen soll verdichtet sich wieder, aber wieso sollte sie sowas tun?
Kjeld fragt dann:“ Was haben wir jetzt da genau entschlüsselt?“
Ich erzähle ihm, woher ich die Nachricht haben, aber Kjeld kann sich keinen Reim darauf machen.

Nachdenklich fragt er Root:“ Sagt es dir was? Das klingt alles ziemlich nach Militär?“
„Nein, so nicht. Die drei Schiffen waren UEES Silverstar, UEES Mars und...?“ Fragt Root.
„UEES Freedom. Operation Crécy wurden noch genannt.“
„Die Operation sagt mir auch nichts. Aber ich könnte mich ein klingen in die Navy Datenbank. Vielleicht finde ich dort was? Wenn es sich um das Militär handelt, vielleicht finde ich auch zu einer ehemaligen militärischen Operation noch was.“ Fasst Root zusammen.



„Es ist irgendwie sehr eigenartig. Ich verstehe einfach nicht, wieso die UEE Adovacy einen Cyberangriff auf Hurston Dynamic starten würde und wieso bin auch auf Piraten gestoßen im ehemaligen Sicherheitsbunker.“ Sag ich verwundert.
„Ja, Nathan das ganze ist mir auch eigenartig. Ich meine Große Konzerne wie Huston Dynamik leiden sicherlich immer stark unter Cyberangriffe, aber hierbei haben sie die alle Sicherheitsbarrieren überwunden.“ erwidert Kjeld.
„Ja wir reden von einem Großkonzern, die werden wohl kaum schwache Sicherheitsbarrieren haben.“ Füge ich kritisch hinzu.
„Ja, genau. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Militär unautorisiert einen Angriff auf das Informationszentrum von einem Großkonzern im Industriegebiet Stanton zugreift ohne Vorwarnung und aussehen lässt als würden irgendwelche Cyberverbrecher dafür verantwortlich sein.“ Zweifelt Kjeld an.

Wir beschließen, dass wir warten, bis Root hoffentlich mehr rausfindet. Was anderes bleibt wohl nicht übrig. Dann fragt mich Kjeld, wo ich gerne hin wolle und antworte ihm, das ich nach Port Olisar könnte. Root möchte wie Kjeld nach Grim hex.
In Gedanken schwirrt mein Kopf herum. Als gestandener Offizier der Navy, wieso möchte er auf die Station? Doch jetzt scheint mir nicht die rechte Zeit danach zu fragen.
Beide begeben sich ins Cockpit, während ich mich in die Richtung des Crewbereiches gehe.
Während die Starrunner in einem krachenden Ton in den Quantum Travel eintritt, starre ich das auf Schachbrett.
Ein Lächeln kann ich mir nicht verkneifen. Es erinnert mich an langen ehemaligen Schachpartien, die ich mal ausgefochten habe.
Kaum ist die Starrunner im Quantumtravel, kommen wieder Kjeld und Root hinein.
Root fragt mich dann neugierig, ob ich bei der Navy war. Ich bejahe es und erzähl ihn von meiner Zeit in der Macarthur Akademie und auch meine Kurze Zeit im 128 Squadron. Nicht alles kann ich aber erzählen, schließlich wurde ich zur Verschwiegenheit verpflichtet.
Kjeld erzählt von seiner Navy Vergangenheit und erleichtert darüber war, dass er am Ende nicht mehr schrubben musste.

„Zumindest Hast du jetzt auch mehr zutun als davor.“ Fügt Root ein.
„Das stimmt. Das liegt unter anderem dass, das Militär die Sicherheitsunternehmen und externe Dienstleister nutzt, Dinge zumachen wovon sie ungerne ihre eignen Ressourcen aufwenden will, solange sie es nicht muss. Daher haben wir eher Frontlastige Aufgaben.“ Erklärt Kjeld.
„Ja, stimme ich dir vollkommen zu. Stelle dir vor die ganzen Sicherheitsunternehmen würde es gar nicht geben Das Militär wäre völlig überfordert für die ganzen Situationen die es gibt und noch geben wird. Du kannst ja nicht überall ein Schiff stationieren mit einer 100 köpfigen Crew.“ Sagt Root.
„Ich meine es kommt darauf an. Jetzt ist ja Edison, Imperatorin geworden. Wie lange die Unterstützung der Regierung hält für unsere Branche. Ich weiß ja nicht Root, ob du davon mitbekommen hast von Crusader. Einen richtig schönen Schein.“deutet Kjeld an.
„Nun in den letzten Wochen konnte ich gar nichts mitbekommen.“ Belächelt Root.
„Davon erzähle ich besser, wenn wir unseren Freund abgesetzt haben.“

Ich hoffe, sie merken mir nichts an. Nun gut kennen tue ich sie noch nicht, aber in was für Machenschaften haben sie sich verstrickt. Andererseits, auch harmlose Sachen sind nicht unbedingt für jedermanns Ohr bestimmt. Ich mache mir wohl zu viel Gedanken drum herum.

Sie erwähnen zueinander irgendeine Carier Operation, auf die ich mir keinen Reim machen kann. Neugierig wäre ich darauf.
„Nathan, hast du eigentlich von der M.B.O.C gehört? Die Microtech of Crime?“
Ich schüttel mit den Kopf und antworte überfragt:“ Noch nie.“
„Ja, das M.B.C scheint Teil einer neuen Microtech Protection Force zusein. Ich weiß nicht, die scheinen richtig großen Einfluss, auf die Konzerne zuhaben und ohne das M.B.O.C scheint wäre die Einmischung von der Crusader Security in der privaten Militärbranche nicht so stark. Aber du hast von der Blutroten Front gehört, oder?“

Ich zucke bei den Namen auf. Ja, er ist mir bekannt. Mr Taylor hat sie erwähnt auf Orison.
„Ja, in der Richtung habe ich was gehört.“ Antwortete ich besonnen.
„Wisst ihr sie scheint ähnlich wie die Civil Defence Force zu sein. Aber die Wahl, die sie letztendlich an Dienstleistern anbieten, die ist doch sehr seltsam. Seltsam halt im vergleich worauf die Regierung zugreifen würde. Ich meinte die Ninetails wurden auch gefragt.“ Rätselt Kjeld.

Ein Schauder durchläuft meinen Rücken. Habe ich mich gerade verhört. Die Ninetails? Mr. Taylor hat dies nicht erwähnt. Wenn Alian wieder zurück ist vom Sol-System muss ich ihn unbedingt darüber informieren. Wie hat überhaupt Kjeld davon mitbekommen?

Sollte ich auf das Geschäft hinweisen, dass nun jetzt auch öffentlich ist, mit Shubin Interstellar und den Familienunternehmen meiner Familie. Aber das erscheint mir hier nicht brauchbar. Ich fühle mich immer mehr in einen Sumpf von Verstrickungen und Intrigen hineingezogen.

Das Ganze lässt mich nachdenklich werden.

Kjeld schaut dann rüber ins Cockpit, denn wir müssten in Kürze ankommen.
Root fragt mich noch schnell, ob ich wüsste, wie man Schach spielt und ich bejahe es.
Dann hört man über den Schiffsrumpf, wie das Schiff aus dem Quantumtravel hinausspringt und damit ist Port Olisar nicht weit weg.
Bald darauf landen wir auf der geschäftigen Station und ich verabschiede mich von beiden. Root würde bei der Navy nachfragen nach diesen Schiffen in ihren Datenbanken.

Nachdenklich starre ich auf die Starrunner, als sie vom Pad hochsteigt. Was geht nur vor?