Kapitel 09 - Xeno Threat

  • „Bürger der UEE. Wir brauchen deine Hilfe. Die UEE Navy braucht dich. Gemeinsam müssen wir gegen diese Bedrohung kämpfen. Jeder der über ein halbwegskampffähiges Schiff verfügt, sollte seine Pflicht als UEE Bürger erfüllen und wird großzügig entlohnt.“

    Die Nachricht hämmert immer wieder in seinem HUD seines Helmes. Doch er ist nicht der Einzige. Kaum lief die Nachricht von Xeno Threat, über die Bildschirme reagierte die UEE darauf, als hat sie davon gewusst. Und Nathan ist nicht der Einzige, der mit seinem Raumanzug in Richtung der Hangars rennt. Mehrer Dutzende Piloten geben sich in Richtung ihrer Schiffe, so das sich ein chaotischer Haufen ergibt an dem Liften vom Riker Memorial Space. Es gleicht, einem Wunder, das man sich hier nicht über den Haufen läuft.

    Überall erscheinen parallel die Nachrichten von Rowena Dulli, die nun die Leitung über die Logistik im Stanton System der UEE übernommen hat.

    Nathan beginnt schon zu schwitzen, als er sich eiligst zu seinem Schiff begibt. Ungeduld packt ihn. Er kann es nicht erwarten, ein Teil der Verteidigung zusein.

    Es fühlt sich fast für Nathan an, als wäre er wieder ein Teil der UEE-Navy. Ein Teil seines ehemaligen Lebens wie er sich wie in einer Familie gefühlt hat.

    Zischend öffnet sich die Lifttür zum Hangar auf, in dem die Freelancer bequem platz hat. Wachen laufen umher und Dockarbeiter bewegen sich gerade von der Freelancer weg.

    Es ist die Freelancer Misc. Die militärische Variante in einem grünen Anstrich gefärbt. In ihrer Grundform gleicht sie wie die anderen Freelancer aber sie ist schwerbewaffnet mit vier Gatlingskanonen der Size 4 und mit 36 Raketen bestückt. Ein wahres Raketenboot, das für jedes Schiff einer mittleren Schiffsgröße eine Gefahr werden kann. Aber für Nathan löst sie keine große Freude aus. Denn er fliegt ohne einen Bordschützen und ihre Behäbigkeit ist ebenso ihre Schwäche. Sie ist nicht geeignet für den direkten Nahkampf gegen Jäger. Sie ist ein Schiff, das aus mittlerer Distanz agieren muss.

    So abhängig von einer Fähigkeit zu sein behagt nicht Nathan nicht sonderlich, denn es bedeutet eine bedeutsame Schwachstelle. Aber er muss sich damit arrangieren. Sie ist von Kumar bestellt und er konnte sie nur sehr eilig sich besorgen, ohne jetzt einen schweren Jäger zu besorgen.

    So öffnet sich langsam die Rampe, die beim hinteren Teil der Freelancer ist. Die Hydraulikstreben drücken die Rampe nach unten und mit einem leisen dumpfen Schlag erreicht die Rampe den Betonboden. Nathan geht hinein in die saubere und fabrikneue Freelancer. Als er den Hauptfrachtraum hinter sich lässt, geht er noch durch einen kleineren, wo sich eine Luftschleuse befindet.

    Dahinter lieg der Crewbereich mit Betten auf das nötigste reduziert wie auch einem kleinen Duschraum und Essensschrank.

    Noch eine Tür dahinter liegt der Cockpitraum. Es gibt vier Sitze und sein Design erinnert an einem Düsenjet von den Airlines des 20 und 21. Jahrhundert. Ein großes Amateurschaltpult eröffnet sich vor dem Copiloten und den Piloten mit unzähligen Knöpfen und wahlweise auch Holodisplays.

    Nathan setzt sich auf den gepolsterten Pilotensitz und begutachtet das Schiff. Es hat für ihn seinen eigenen Charme. So ist Nathan mehr ein Freund von physischen Bedienelementen. Sie bieten aus seiner Erfahrung nämlich den Vorteil, sie spüren zu können und somit man sich versichern kann, ob man sie bedient hat. Im Ganzen spürt man mehr vom Schiff. Und das ist nicht unerheblich. Aber er ist immer noch nicht erfreut, für welchen Hauptzweck sie im Raumgefecht konzipiert ist. Aber ihm bleibt keine andere Wahl, den Kumar wurde diese aktuell nur geliefert von der Firma Nathan’s Vater und so schnell kann er nicht die Gladius ersetzen.

    So aktiviert Nathan nach und nach die einzelnen Systeme des Schiffes und fordert die Starterlaubnis, die im prompt gewährt wird. Der ATC Sprecher wünscht ihm noch gute Jagd. Offenbar hat es sich schnell herumgesprochen und Nathan ist einer von vielen die dem Ruf der UEE Folgen.

    Kaum ist er aus dem Hangar, beschleunigt er in die Richtung des Himmels. Dabei nimmt er nicht viel Rücksicht auf den Treibstoff und beschleunigt stark. Das Schiff ächzt unter der Beschleunigung und die Triebwerke brummen laut auf. Der Schiffsrumpf vibriert leicht unter der Beschleunigung.

    Aber Nathan erreicht schnell den Orbit und er kann seinen Quantumtravelantrieb aktivieren.

    Er muss die Jerichostation anpeilen.

    Offenbar ist dort eine UEE Navy Station positioniert.

    Nathan ließt interessiert in die Details, wobei er die Info mitbekommt, dass sich dort eine Javelin befindet.

    Aber sie ist noch nicht abflugbereit und benötigt noch Güter, die abgefangen wurden durch die Xeno Threat Piraten in einem Konvoi von der UEE. Dann wäre sie einsatzbereit.

    Mit seiner Freelancer ist es kein langer Flug. Sie ist das schnellste Schiff, das er bisher in der Kategorie hatte, wenn es um den Quantum Travel Flug geht.

    Schon nach ein paar Minuten und nachdem er das halbe Sternensystem hinter sich gelassen hat, erreicht Nathan das Ziel.

    Die Station ist eingebettet in einen Nebel, der eine türkise Färbung besitzt. Die Javelin, ein Kriegsschiff von 500 Meter länge befindet sich in einem von 2 Andockbuchten, die wie zwei, stählerne Arme wirken. In der Mitte thront die Station selber mit ihren unzähligen Geschützen zur Verteidigung.

    Nathan ist nicht der einzige, der eintrifft, sondern unzählige Piloten treffen ein oder befinden sich schon vor Ort. Wie kleine Insekten schwirren die Schiffe um die Station herum, die von kleinsten Jägern bis zu Vanguards als schwere Jäger gehen.

    Es erfüllt Nathan mit Stolz, dass sie sich als Bürger hier versammeln, um der Piratenbedrohung Herr zu werden.

    Dann ertönt wieder, die schon vertraute Stimme von Rowena Dulli, in ihren Helmen:“ Ich bin froh, dass ihr eingetroffen seid. Wir erwarten jederzeit die Attacke von Xeno-Threat auf unsere Javelin. Sie ist aber noch nicht einsatzbereit. Ihr müsst Güter beschaffen, von dem, was noch vom Transporterkonvoi einst übrig ist. Ich gebe euch die Koordinaten ihrer letzten Position. Aber ihr müsst euch entscheiden, wie ihr euch koordiniert. Wir dürfen die Javelin nicht verlieren, sonst droht uns das Xeno-Threat die Kontrolle über das Stanton-System übernimmt. Die UEE-Navy braucht, zulange, bis sie eintreffen kann!“

    Das löst natürlich eine wilde Diskussion aus bei den Piloten unter sich. Einige fragten vor allem bei erfahreneren Piloten nach oder welche die eventuell Kampferfahrung hat.

    Gerade will sich schon Nathan melden, da kommt ihm jemand zuvor und rät die Jäger, wie Bomber bei der Javelin zu bleiben. Sie mussten die Abwehr bilden für die Javelin.

    Mehrere Piloten einer Cutlass, Mercury Starruner oder einer Freelancer melden sich bereit den Transport zu übernehmen. Ihm folgt der Begleitschutz von vereinzelten Jägern.

    Nathan sitzt zwischen den Stühlen bei der Frage. Seine Freelancer Misc ist ebenso für den Transport von Gütern geeignet, auch wenn sie einen militarisierten Fokus hat unter den Freelancer.

    Nathan wägt mehrmals ab, aber entscheidet sich, doch bei der Javelin zu verbleiben. Er besitzt gewissen Kampferfahrungen im Raumkampf und als ein Gunship mit entsprechender Raketenlast, hält er es für effizienter. Er darf sich nur nicht im Nahkampf eines Jägers einlassen.

    Mit ihm sind sie nun eine große Heerschar von Schiffen, die um die Station kreist. Und es treffen Weitere ein. Es scheint als Würden sich alle UEE-Bürger des Stanton System beteiligen.

    Nathan manövriert seine Freelancer nur wenige 100 Meter über die Javelin. Mit dem Deckungsfeuer der Station möchte er den Kontakt mit Jägern vermeiden und gleichzeitig seine Raketen nutzt.

    Dann kehrt fürs erstere Ruhe ein. Alle Schiffe schweben an Ort und Stelle im Raum und es wirkt unheimlich still. Aber über den Commfunk herrscht eine Aktivität, die Nathan in solcher Intensität nie zuvor erlebt hat.

    Hunderte an Piloten kommen in dieser Ruhephase, dazu sich mit den anderen zu bequatschen.

    Nathan wird ebenso befragt, aber er winkt es ab.

    Unaufmerksamkeit auch wenn nichts vorherrscht, kann in einem bevorstehenden Kampf einem zum Feind werden. Dem im Kampf zählt jeder einzelner Augenblick.

    Dann tauchen die ersten Schiffe auf, die die nachgefragten Güter beliefern. Sie Landen mit ihren bläulichen leuchtenden Triebwerke auf der Station und die Piloten eilen zur Abgabestation.

    Schon im nächsten Augenblick hören sie eine Meldung von Rowena Dulli.“Piloten, haben auf unseren Langstreckensensoren eine Signatur bekommen, dass einer Idris gleicht! Vorbereiten auf unmittelbare Attacke von Xeno-Threat!“

    Nathan atmet einmal tief ein und dann wieder aus. Jetzt heißt es, Ruhe zu bewahren, und sich auf den Kampf fokussieren.

    Einige Piloten sind völlig aufgeregt und teilen das unverkennbar jeden mit über den Commfunk.

    Nathan legt seine Hände auf das Steuerhorn, da blitzen plötzlich Signale auf seinem Radar auf.

    Es handelt sich um die Piraten.

    Eine Idris wie auch Hammerheads und viele weitere Jäger sind mit dabei.

    Die kleineren Jäger fliegen ihr entgegen und Nathan selber nähert sich nur vorsichtig der Idris. Selbst die unzähligen Geschütze der Station spucken ihrer Munition aus, was ein wahres Inferno von Geschossen bildet. Aber ihr Gegner ist auch nicht zu unterschätzen.

    Die Idris zielt auf die Yavelin, deren Railgun Geschosse um die 10 Meter Größe verschießen kann.

    Das entspricht Nathans Freelancer.

    Einmal von einem solchen Geschoss getroffen und Nathan ist mit seiner Freelancer nur noch pulverisierter Staub im weiten des Alles.

    Die Jäger der UEE-Bürger treffen auf die der Jäger der Piraten zusammen. Geschossen blitzen auf, Schilde blitzen auf, sobald sich eine Seite trifft. Raketen fliegen wild umher in einem Gewirr von Laser und Balistischen Geschossen. Dieses schaurige schöne Schauspiel wird begleitet von den Gegenmaßnahmen der Idris, die ihre leuchtenden kleinen geblichen Flares abwirft, um Torpedos abzulenken.

    Um die Idris leisten sich die Jäger einen Todeskampf mit den Piraten, während die Torpedobomber und auch eher raketenbelastete Schiffe Wie bei Nathan aus der Ferne nun ihre Erfassung starten.

    In 6 Km Entfernung peilt seine Zielerfassung die Idris an. Gleichzeitig schießt die Idris einer ihrer massiven Railgunsgeschosse ab, die als schnelles leuchtendes Geschoss haarscharf an Nathan vorbeizieht und dann auf die Javelin einschlägt.

    Nathan ist für einen Moment völlig verschreckt und zieht mit seiner Freelancer nach Backboard um nicht gegenüber der Irdis vorne positioniert zusein, wo ihre Railgun ist.

    Dann verschießt Nathan seine Raketen ab, die sich oberhalb seines Buges abstoßen und auf die Idris zufliegen. Einer Rakete nach der anderen verschießt Nathan, ohne eine Pause abzulegen.

    Offenbar gewinnen auch ihre Jäger die Oberhand und konzentrieren sich darauf nun, die Idris zu behacken.

    Jubelschreie ertönen durch Nathans Commfunk, aber zugleich Rufe des Aufschreies oder welche flehen um Hilfe auf ihrer Seite. Denn auch ihre Seite erleidet Verluste.

    Die Idris bekommt immer mehr Treffer ab und es scheint fast als würden sie ihre Schilde runterkriegen, doch dann dreht sie ab und springt in den Quantumflug.

    Die Allermeisten von ihnen Jubeln laut auf und die UEE zahlt sie reichlich gut aus.

    Nathan kann sich selber einem zufriedenen Lächeln nicht verkneifen.

    Die Rowena Dulli gratuliert ihnen, aber ihre Arbeit ist noch lange nicht beendet.

    Nach und nach treffen weitere Piloten aus den Wracks, die 500 Km entfernt sind ein und schaffen es, die Javelin flott zumachen.

    Zugleich trifft die nächste Hiobsbotschaft ein. Piraten sind bei den Trümmern eingetroffen und versuchen nun die Beschaffung der Güter aus dem ehemaligen Konvoi zu behindern. Außerdem tauchen bei einem Wrack Piraten auf, die die Piraten überrascht haben.

    Eiligst fliegen einige Piloten aus, um sich darum zu kümmern. Nathan entscheidet sich weiterhin, bei der Javelin zu bleiben. Mit seiner Freelancer hält er es klüger sie zum Begleitschutz anzuwenden. Auf Jägerjagd mit ihr zu gehen ist ihm zu riskant.

    So kann Nathan in seiner Freelancer, wo sich vor ihm der Nebel auftaut, starr den Commfunk mitbekommen, was von ihm in einigen hunderten Kilometern stattfindet.

    Erst scheinen sie schwere Probleme zuhaben, mit dem Jäger klarzukommen von den Piraten, aber als ihre Verstärkung eintrifft, überwinden sie Oberhand und können die restlichen Transportgüter sicherstellen.

    Eine Welle der Erleichterung durchströmt bei den Piloten.

    Nachdem sie endlich die letzten Materialien beschafft haben trifft ihre zusammengewürfelte Flotte bei Jericho zusammen.

    Wild durcheinander versammeln sie sich um die Station und um die Javelin. Es vergehen dann ganze 10 Minuten nach dem die letzten Piloten die Güter abgestellt haben, als dann die Javelin ihr mächtigen Triebwerke zündet und sich abdockt von der Station.

    Dann bewegt sie sich von der Station weg und springt in den Quantumtravel.

    Zu gleich bekommen sie neue Koordinaten.

    Offenbar hat Xeno Threat den Hauptangriff gestartet mit drei Idrissen und einer Menge von Begleitschiffen.

    Die UEE Navy konnte ein zusätzliches Schiff von ihnen beordern, eine weitere Javelin.

    Nun sollen sie als Piloten unterstützend mithelfen in diesem Kampf zwischen den Giganten.

    Alle springen sie gemeinsam die Koordinaten an und es bietet sich ihnen wohl die Größe Schiffsansammlung, die sie alle bisher mitbekommen haben.

    Die zwei Javelins nähern sich den drei idrissen, die von unzähligen Jägern wie auch mittelgroßen Schiffen wie Freelancers oder Catlass begleitet werden.

    Ebenso dabei sind Korvetten wie die Hammerheads.

    Die Jägerpiloten stürzen sich an vorderste Front in den Raumkampf, während die Javelins der UEE ihre massiven Seitengeschütze benutzen, um die Idrisse zu bekämpfen.

    Diese nutzen ihre Massive Railguns, um die Javelins unter Druck zusetzen.

    Irgendwo in diesen Wirrwarr von Jägern und Schlachtschiffen fliegen die Korvetten wie die Hammerheads und auch Constellations herum.

    Unzählige Geschosse die von Laserrepeatern reichen bis zu ballistischen Geschossen funken hin und her zwischen den Schiffen.

    Nathan visiert eine Hammerhead an, aber ihm gehen schnell die Raketen aus. So muss er nun auf seine Gatlingkanonen zählen, wonach er aber sich in das Kampfgeschehen stürzen muss.

    Und den bevorzugten Abstand aufgeben muss.

    Aber ihm bleibt keine andere Wahl. Als er sich nähert, hämmern in seinen Helm die Geräusche der einschlagenden Torpedos bei den feindlichen Idrissen und ein feuriges Spektakel von Explosionen wie Geschossen nimmt zu.

    Dann mit 3 Km Abstand ist er endlich in Reichweite der Hammerhead. Er greift sie von oben an, aber kaum nimmer er sich ihr an, stoßt plötzlich ein Gladius Jager auf ihn zu.

    Er feuert auf Nathan von der rechten Seite und streift an ihm vorbei. Seine Schilde sind angeschlagen und einzelne Treffer treffen sogar direkt seine Hülle. Nathan flucht und ruft um Hilfe.

    In einem Dogfight gegen einen Jäger hat er keine Chance.

    Er reißt seine Freelancer nach links und das Schiff ächzt auf, als es die schnelle Wende vollzieht.

    Während rechts von ihm Piratencutlass zerreißt und in einen hellen Explosionslicht verschwindet, meldet der Computer mit einem schrillen Alarmton das Aufschalten von Raketen.

    Kaum ist das Geschehen, blinkt die Anzeige auf und meldet Raketen im Anflug.

    Nathan versucht sie zu erfassen, was aber eine Herausforderung bildet angesichts dessen, in welchem massiven Kampf er sich gerade befindet.

    Mehrmals schaltet er andere Ziele auf, bis er endlich die Raketen in Erfassung kriegt. Sie nur noch wenige hunderte Meter entfernt.

    Er spuckt aus seinen vier Gatlinguns an den Seiten das gesamte Feuer aus, das denn Schiffsrumpf vibrieren lässt und ein anhaltendes Dröhnen im Schiff hallt, sobald sie schießen.

    Nathan schafft es, die Raketen zu erfassen, die im Beschuss der Gatlins zerstückelt werden.

    Doch kaum hat er sich dem Problem entledigt, folgt das Nächste.

    Denn der feindliche Jäger erscheint wieder und weicht Nathan Gatlins geschickt aus. So bringt er sich immer mehr in eine besser Position um seine Freelancer von hinten zu erfassen.

    Seine Schwachstelle mit einem solchen Schiff. Fieberhaft versucht Nathan, in diesen Todeskampf die Oberhand zu gewinnen, aber es nicht möglich für ihn.

    Verzweifelt dreht er mit der Freelancer so schnell, wie er kann, aber die Gladius kann den mühelos nachkommen.

    In einem Augenwinkel sieht Nathan, wie eine Idris explodiert in deren Explosionslicht in der Nähe alles überstrahlt wird, aber er hat dringendere Probleme.

    Schon ist sie nun in der perfekten Abschussposition, direkt hinter der Frachtluke seiner Freelancer und Nathan sieht keinen Ausweg mehr.

    Wir es hier Enden? Nein, das kann nicht sein. Das darf nicht sein! Sie hat es sich von ganzen Herzen gewünscht, dass er lebt. Es ist für ihn der einzige Grund, wieso noch ein Lebenswille in ihm lebt.

    Die Gladius schießt mit ihrer Minigun und ihren Laserwaffen.

    Die Schilde gehen schnell herunter von der Freelancer und nun schießt sie auf die Hülle.

    Schon meldet der Computer mittlere Schäden an der hinteren Außenhülle.

    Und es scheint, kein Entrinnen zugeben. Nathan schließt die Augen und bereitet sich darauf vor das sein Leben endet. Er wünschte, er hätte ihren Wunsch noch entsprechen können.

    Dann hören die Schüsse plötzlich auf.

    Völlig überrascht öffnet Nathan die Augen und immer noch dreht sich alles von seinem Cockpit aus.

    Träumt er? Ist er schon in der Welt der Toten?

    Er schaut auf das Radar.

    Die Gladius hat von ihm abgelassen und wendet sich ab gemeinsam mit einigen anderen Begleitschiffen und Jägern von ihnen allen ab.

    Nathan stabilisiert die Freelancer und studiert die Sensordaten.

    Dann begreift er es, die anderen beiden Idrisse sind ebenso vernichtet.

    Sie haben gesiegt. Sie als Bürger der UEE haben gemeinsam mit der Navy über die Piraten besiegt, die das Stanton System angegriffen haben.

    Über den Commfunk jubelten alle laut auf.

    Es fühlt sich großartig an.

    Xeno-Threat ist besiegt. Sie konnten den Piraten einen schweren Schlag versetzen.

    Eine innere Zufriedenheit, die Nathan schon lange nicht mehr gespürt hat, legt sich in ihm.

    So ruft er wie die Videobotschaft auf, die sie gesendet haben.

    „Endlich konnte ich euch endlich mal ins Handwerk puschen!“ Denkt sich Nathan. Doch dann fällt ihm was auf. Auf den Anführer, den er sieht, ist auf beiden Schulternplatten ein UEE-Adovcay-Zeichen. Das Symbol der UEE-Navy.

    Nathans Gedanken werden unruhig und überschlagen sich im Kopf. Steckt etwa mehr dahinter, als er dachte? Hat es etwas zutun, was er im Tiber-System erlebt hat?

    Ihn erfasst der unbändige Wille, dass herauszufinden.

    In ihm nagt das Gefühl, dass dahinter mehr steckt, als es den Anschein hat. Sollte er recht haben, dann war dies vielleicht nur der Anfang.