Kapitel 07 - unerwartete Zusammenkunft

  • Schwerelos hebt sich die Gladius von Everus harbor ab und dreht sich geräuschlos in Richtung von Aberdeen. Ihre Schubdüsen passen sich für die Stabilisierung der Flugrichtung an. In ihr ein Pilot, der darauf brennt eine Hetzjagd zu beginnen.

    Für Nathan ist es ein kurzer, schneller Flug nach Aberdeen. Nun sieht er diesen Mond schon zum zweiten mal. Seine ganz eigene Schönheit im Weltraum, lässt den Mond gerade zu harmlos erscheinen, aber Nathan weiß welche Hölle dort unten lauert.

    Kaum ist er im Orbit des Mondes eingetroffen, so peilt Nathan eine kleine Trümmerwolke an, einer längst zerstörten Station. Als er angekommen ist fliegen einzelne Teile wild umher, losgelöst von jedwede Gravitation. Nur zerstückelte, größere, metallische Ringe die von der ehemaligen Station stammen müssen sind ersichtlich und sonst kleinere Bruchstücke, die eine tödliche Gefahr für jedes Schiff bedeuten kann, das mit zu hoher Geschwindigkeit und unvorsichtig in dieser Trümmerwolke fliegt.

    Nathan blickt auf das Radar und zwei Signale ploppen auf. Er hat die besagten Koordinaten erreicht.

    Es handelt sich um eine Buccaner und eine Freelancer der Standardausführung. Ein lächeln läuft über seine Lippen. Endlich erfährt er mehr was ihn seit Monaten quält. Nathan verlangsamt das Schiff, das Schiff dröhnt auf als sich eine Bremstriebwerke aktivieren und lässt den kleinen Jäger vibrieren. Es hinterlässt bei Nathan ein kitzliges Gefühl.

    Als er nur noch 10 Km entfernt ist, bekommt er ein Commcall und nehmt diesen an:“ Ah, ich sehe du bist angekommen.“ Es ist die Stimme jener jungen Frau, die er getroffen hat. Einen Hauch der Erleichterung hört man in ihrer Stimme.


    „ Treffen wir uns persönlich auf der Freelancer. Die Daten sind auf einem Stick. Wir möchten jedes Risiko vermeiden. Ich hoffe du steckst in einem EVA-Anzug?“


    „ Wir sind hier unter uns. Wer sollte hier unseren Funk überwachen?“ fragt Nathan.


    „Sicher ist sicher. Außerdem müssen wir noch mehr absprechen.“


    Nathan ist fühlt sich unbehaglich seine Gladius zu verlassen. So aktiviert er über seinen Helm die Commlink zu seiner Gladius. Falls sie von Piraten überrascht werden, kann er sie so zum Teil fernsteuern. Eines der Vorzüge wenn man über ein militärisches Schiff verfügt.

    Nachdem er nur noch wenige 100 Meter entfernt ist, in mitten dieser Trümmerwolke, bringt er die Gladius zum stehen und begibt sich in den Weltraum. In der nähe hat sich auch die Buccaner sich in Position gebracht und eine Pilotin verlasst über das offene Cockpit ihr Schiff. Die Freelancer hat ihre Ladeluke zum Frachtraum geöffnet.

    Es mögen nur wenige 100 Meter sein, aber Nathan fühlt sich weitaus wohler in einem Raumschiff. Dem offenen Weltraum ausgesetzt sein ist für ihn eine Erfahrung, wo er sich immer verletzlich fühlt und ausgesetzt. Schließlich schützt ihm nur noch sein EVA-Anzug vor dem tödlichen Vakuum im All. Mit den winzigen Düsen seines Anzuges navigiert er auf die Freelancer zu und erreicht ihre Rampe. Die Pilotin ist kurz vor ihm reingekommen und hinter ihnen schließt sich die Rampe. Nathan hört wie die Rampe sich mit einen dumpfen Klang schließt. Darauf wird der Frachtraum gelüftet und sein Eva Helm meldet ausreichende Atmosphäre.

    Er kann wahrnehmen wie ein Summen sie im Frachtraum begleitet das von der Freelancer stammt. Durch die vordere Tür kommt ein stämmiger Mann hinein, der bekleidet ist mit einem Lederhemd und einer Jeans. Er mag um die 30 Jahre alt sein und hat einen groben Haarschnitt, sowie einen Drei tage Bart.

    An einer Seite der Jeans trägt er eine Pistole.


    Nathan blickt auf die junge um die 20 jährige alte Frau, die ihr rötliches Haar zusammengeknotet hat zu einem Zopf. Mit ihren grünen Augen blickt sie ihm in die Augen, wo sich in ihren Blick Trauer spiegelt, aber auch ein Funkeln das Nathan nicht richtig deuten kann.

    Sie ist dünn gebaut und sonst trägt sie wie Nathan ebenso, noch ihren restlichen EVA Anzug.


    „Du bist jünger als ich dachte. Aber was soll ich sagen...“ spricht sie zu Nathan im geheimnisvollen Ton.


    „ Ist das der Kerl?“ Fragt der Mann mit einer tiefen Stimme.


    „Ja, das ist er, Tom.“ antwortet sie nur knapp.


    „Bist ja ein richtiger Jungspund und kleiner als ich dachte...“ Als er direkt vor Nathan steht überragt er ihn um eine halbe Kopflänge.

    Für Nathan fühlt es sich an, als schaut er ihn wie ein Insekt an und dann im nächsten Moment fliegt ihm eine Faust gegen sein Gesicht.

    Ein höllischer Schmerz explodiert in seinem Kopf und so fällt er zu Boden. Mit einer Hand hält er gegen die Stelle, wo ihn der Schmerz überwältigt. Nathan ist völlig überrascht und schaut hinauf als ihn der Mann Namens Tom eine Fratze der Verachtung ihm entgegen kommt. „Du verlogener Bastard einer UEE Hure.“ Er zückt seine Pistole und legt sie auf die Schläfe von Nathan.


    Die Frau nähert sich ihm von der Seite und ein Ausdruck von Hass hat sich über ihr Gesicht gelegt.

    Sie packt Nathan am Hals, der immer noch etwas benommen ist vom Schlag und drückt ihn gegen die Ladeluke mit einem lauten, metallischen Rumpeln.


    „Im Raumkampf magst du ein guter Kämpfer sein mit deinem teuren militärischen Schiffes deines Papas, aber hier gelten unsere Regeln. Du Bastard hast meinen Geliebten in seiner Aurora in die Luft gepustet. Ich hoffe euch Kopfgeldjägern und andere Konsorten von euch Bürgern wird Xeno Threat den Hintern versohlen. Jeden Tag wärmt es seitdem mein Herz, die Vergeltung, die wir ausgeübt haben an euch im Tiber-System.“ Sie schlägt ihm in die Magengrube und Nathan zuckt zusammen. Blut Tröpfchen fließt aus seinen Mund. Mit krächzender Stimme fragt er:“ Ihr seid Piraten?“


    „Piraten, Outlaws...nenne uns wie immer du willst. Aber mein Verlobter hat nie jemanden ermordet oder ausgeraubt. Er war nur ein Teil der freien Völker. Und auf ihm wurde von einem Scheiß Konzern namens Hurston Dynamic ein Kopfgeld gesetzt, da er wegen Substanzen erwischt wurde beim schmuggeln und entkommen konnte, die auf Hurston verboten ist. Du hast ihn getötet, da offenbar nur dir das Geld wichtig war und du nicht so was, wie das Wert eines Menschenleben kennst.

    Und wie ich von deiner Vorgeschichte gehört habe, ein verwöhntes Kind eines reichen Vater bist der vor der UEE buckelt...“ Dann zückt sie ein Messer das sie an ihren Beinen hängt heraus. Sie hält ihren Blick darauf als würde sie es von allen Seiten studieren und fokussiert darauf wieder ihre Augen auf ihn:“...aber ich werde ein Verbrechen begehen. Ich werde den Tod meines Geliebten rächen. Und ich werde es genießen, dich auszubluten zulassen. Ich wünschte ich könnte dich tausendfach töten. Ich werden den Mord an dir verüben, den du selber begangen hast an meinen damaligen zukünftigen Mann! Nur langsamer!“


    Darauf rückt sie ihn mit ihrem Messer immer näher an sein Gesicht mit ihrem hasserfüllten Lächeln. In Nathan wacht sein Überlebenswille und er spürt wie sein Körper Adrenalin ausschüttet und den Schmerz der in seinem Kopf dröhnt vergessen lässt. Doch ebenso sein Hass auf die Piraten nährt ihm und eine Stimme die ihm gesagt er soll weiterleben. Kristina.

    Vorsichtig bewegt er seine rechte Hand, denn er möchte jenen Arm packen, wo sie ihr Messer in der Hand festhält. Nahkampf war nie eine sonderliche Stärke für ihn, jetzt kann er nur hoffen das er auf sein Training zählen kann. Kampflos möchte er sich nicht besiegen lassen. Nicht von Menschen dieser Art.

    Die Messerspitze hält sie ihm nur noch wenige Zentimeter vor seiner Nase entfernt. Er kann schon die Reflektion seines Gesichtes erkennen und meint das kalte Metall schon auf seiner Haut zu spüren.


    Da schlägt er mit aller Kraft gegen ihr Schienbein.


    Sie sackt zusammen und lässt das Messer fallen, das auf dem Boden der Freelancer fällt mit einem metallischen klackern. Sofort duckt sich Nathan, während nur wenige Zentimeter von ihm entfernt das Geschoss der Pistole an ihm vorbei trifft.


    Er nutzt ihren Körper Als Deckung und klammert sich um ihren Bauch, so das sie sich gegenseitig Aug in Aug schauen. Sie windet sich und mit verbissenen Gesicht versucht sie ihren Kopf gegen seinen zuschlagen. Aus dem Augenwinkel sieht Nathan seinen Helm und auch das Messer unter seinen Füßen. Er Packt das Messer mit einer Hand und vergeblich versucht der Mann ihn von Hinten zu erwischen, doch ständig ändert Nathan mit ihr im Würgegriff seine Position, so das er immer dicht hinter sich die Innenwand des Schiffes hat. Dafür bringt er es zustande das er die Frau im Würgegriff hält und sie nun vor sich hält als lebendes Schutzschild mit einer Hand das Messer an ihrem Hals. Er versucht sich kein Blöße zugeben.

    Aber sie versucht sich mit aller Kraft zu wehren.


    „Du hast keine Chance. In 5 Minuten wird es kein entkommen geben.“ spricht sie zu ihm in triumphierenden Ton.

    Was sie auch immer damit meinte, er hat nicht viel Zeit, aber die junge Frau hat offenbar nicht viel Erfahrungen im Kampf. Das gereicht ihm zum Vorteil. Nur noch wenige Zentimeter ist er vom seinem Helm entfernt. Er braucht ihn dringend, aber mit einer Hand hält er das Messer. Vergeblich versucht der Mann auf sein Kopf zu zielen und dann bemerkt er ,worauf er es abzielt. Er zielt auf den Helm, aber zu spät. Nathan schafft es ihn zu Greifen und im spricht:“ Notfallplan A-S7.“ Nathan atmet kurz einmal tief ein und dann Aus.

    Plötzlich geht ein Rumpeln durch die Freelancer und ein lauter Krach ertönt als würde jemand in schneller Folge gegen die Außenwand der Freelancer hämmern. Das Innenlicht wechselt von das neutrale Weiße in ein rötliches und Funken sprühen auf. Dann erfolgt ein Alarm, das darauf hindeutet das Luft entweicht. Funken sprühen auf an den Seiten Wänden der Außenluke der Freelancer und es folgt ein Pfeifendes Geräusch. Im nächsten Augenblick scheint ein sich ein Teil der Luke von der Freelancer zu lösen, wo die Seiten geschwärzt sind von den offenen Stellen, als wären sie verbrannt.


    Dann wird Tom klar was hier vorgeht und er rennt in einer Richtung des Cockpits. Schon im nächsten Augenblick löst sich die Außenbordluke und vor ihm öffnet sich der Vakuum des Weltalls. Die Luke fliegt langsam weg, ihre Halterungen zerstört und verbrannt durch die Minigun der Gladius und ihre Ränder sind völlig zerfetzt. Die Luft entweicht im rasenden Tempo und Nathan Magnetschuhe verhindern es gerade noch, dass es er nicht in den Weltraum hinausgeschleudert wird.

    Plötzlich ist nichts mehr zuhören. Jedwede Geräusche sind verklungen im Vakuum des Alls. Nun hat er 15 Sekunden. Er lässt sie los, während der Mann es irgendwie geschafft sich an der offenen Tür zum Cockpit festzuklammern und nun diese schließt. Nathan wagt den Sprung hinaus und setzt seinen Helm auf. Aber das wird ihm nur vor der Strahlung schützen, den er trägt keine Luft mehr, die bei ihm aufbereitet werden kann.

    Es sind die längsten 15 Sekunden seines Lebens. Schon meldet ihm sein Helm eine gefährliche Konzentration von Kohlenmonoxid in seiner Blutbahn.

    Noch 100 Meter. Und 7 Sekunden.


    Er spürt wie bei seinen Augen der Blick verschwimmt. Er versucht sich zu konzentrieren, aber die Kopfschmerzen werden stärker und eine übermächtige Müdigkeit droht ihn zu überwältigen. Er ringt nach Luft, die es aber nicht gibt.

    Noch 5 Sekunden. Sein Anzug bremst ihn automatisch schnell ab und das Cockpit öffnet sich.

    Noch 3 Sekunden. Mit Allerletzter Anstrengung schafft er es ins Cockpit zu gelangen und sie schießt sich. Sein Instinkt lässt ihn hyperventilieren, aber die ersehnte Luft ist nicht da.

    1 Sekunde, als sich der Cockpit geschlossen hat strömt Luft in die Kabine und Nathan schnappt wie ein verdurstender nach Luft.

    Erleichterung durchströmt seinen Körper und er kann sich entspannen. Vor sich sieht er immer noch die offene Kabine, wie die fremde Frau die ihn töten wollte nun mit weit offenen Mundes erstarrt ist und mit weit gerissenen Augen dem Vakuum ausgesetzt ist. Vermutlich ist sie schon tot.

    Doch dann dreht sich die Freelancer und es bleibt für Nathan nicht viel Zeit, denn ihre Frontal Waffen sind durchaus gefährlich.

    Er schmeißt seine Triebwerke an und im gleichen Moment meldet sein Radar mehrere Pinggeräusche. Noch mehr Feinde.


    „Achtung Atmosphären eintritt steht bevor! Gefahr der Überlastung der Schilde!“ ertönt es vom Computer seiner Gladius.


    „Ach, als wüsste ich das nicht.“ kommt Nathan hektisch der Gedanke.


    Seine Verfolger heften an ihn an. Zwei Cutlass, und eine Hornet kleben ihm an die Fersen. Die Freelancer hat von ihm abgelassen. Nathan weicht nach links aus, vollzieht eine Rolle nach Rechts, vollführt die wildesten Manöver, an den Grenzen was sein Körper aushält. Doch sie halten sich hartnäckig. Daher fliegt er nun in die dichte Atmosphäre des Mondes Aberdeen. Doch es wird nicht reichen, er schickt ein Notsignal aus und hofft das ihm die Atmosphärischen Eigenschaften seiner Gladius ihm einen Vorteil verschaffen können.

    Sobald er sich in der Atmosphäre befindet, wird er mehrmals getroffen. Seine hinteren Schilde brechen zusammen. Nathan geht auf volles Risiko und wendet sein Schiff um die Hornet zu erwischen. Es ist ein gewagtes Manöver, die G-Kräfte zehren an seinen Körper und das Schiff heult auf. Nathan erwischt die Hornet und schafft es mit seinen Raketen auch bei einer Cutlass die Triebwerke zu erwischen. Doch dafür zahlt er einen hohen Preis, seine vorderen Schilde versagen. Und Laserschüsse wie ballistische Geschosse treffen seinen Antrieb.

    Sein Triebwerke versagen und seine Gladius sinkt zum Boden. Dann trifft die Cutlass auch noch seine Flügel und er trudelt unkontrolliert nach unten.

    Fluchend schaut Nathan noch nach irgendwelchen Möglichkeiten, aber er kann den Absturz nicht verhindern. Nur auf dem Radar taucht für ihn weiteres unbekanntes Schiff. Ein weiterer Feind? Nein, das war das schlimmste was jetzt noch passieren könnte.


    Er sieht auf die Höhenanzeige und es sind nur noch 500 Meter. Schlagartig wird ihm bewusst das er nur noch wenige Sekunden hat, so dass er den Auslöser für den Schleudersitz zieht. Für kurze Zeit verliert er danach das Bewusstsein.


    Als Nathan die Augen öffnet sieht er nur vor seinen Augen den Erdboden und bemerkt dann das er auf den Bauch liegt. Mühsam steht er auf und sieht wie die Reste seines Schiffes in der Nähe aufgeschlagen sind.


    Mit bedauern sieht er ihre Trümmerreste, so ist sie ein Teil seiner Vergangenheit. Dann erinnert er sich an seine Verfolger und sieht sich um. Keine Cutlass in der Nähe. Hatte er Glück? Doch als beim HUD seinen Helm die Temperaturen sieht bekommt er es mit der Angst Zutun. 220 Grad, wenn nicht schnell Hilfe kommen wird, bedeutete es seinen Tod. Sein EVA Anzug wird dem nicht lange standhalten. Würden seine Verfolger ihn hier auf den Mond sterben lassen?

    Plötzlich hört er ein Schiff und durch den Dunst dieser Atmosphäre erscheint vor ihm eine Reliant.

    Sie muss das Notsignal seinen Anzuges erfasst haben.

    Sie setzt sich zur Landung vor ihm ab und eine einzelne Person kommt heraus mit einem LMG in den Händen. Nathan legt seine Hand an seiner Pistole, die er trägt.

    Die Person schaut zu ihm auf und er hört den über offenen Kanalfunk:“ Hey, lass die Waffen fallen!“

    Nathan ist noch etwas nervös und fordert das gleiche ihm der Person gegenüber auf.

    die fremde Person überlegte und bedenkt seine Möglichkeiten. "Nagut. Ich nehme die Waffe herunter." Er senkt langsam sein Maschinengewehr immer mit der Vorbereitung, seinen gegenüber zu erschießen sollte er eine aggressive Handlung vornehmen. Die Situation ist angespannt und man kann zwischen den Wolken Aberdeens die elektrisierte Luft merken.

    Nathan Anspannung lässt etwas nach. Doch seine Erfahrungen lehrten ihn aus seiner militärischen Vergangenheit vorsichtig zu bleiben. Doch welche Wahl bleibt ihm noch, letztendlich musste er doch irgendwie den Fremden ein Stück vertrauen. Sein Schiff ist schließlich nur noch ein Trümmerhaufen:“ Meine Name ist Nathan Asada. Ich schätze mal du hast mein Notsignal aufgefangen...und die Reste meiner Gladius befinden sich hinter mir...“ er blickt kurz auf das HUD seines Helm. Noch 10 Minuten. „Können wir weiteres im deinem Schiff klären?“ fragt er unruhig.


    Die fremde Person in der schwarzen Rüstung, merkt wie sich die Körperhaltung des fremden langsam entspannt. Mit einem Kopf nicken nach oben sagt er nur kurz: "Sie können mich Joe nennen." Er musterte Nathan von oben bis unten und wieder bedenkt er seine Situation. Aberdeen ist ein Trostloser Mond und die größte Sehenswürdigkeit war das Klescher Gefängnis. Aber selbst das ist einige Tausend Kilometer entfernt. "So wie ich das sehe hast du ein ziemliches Problem." Sagt er knapp. "Was springt für mich dabei raus? Schließlich bin ich der von uns beiden der keinen Schrotthaufen fliegt." Unter seinem voll vermantelten Helm lächelt er leicht.


    „Nah toll muss ich etwa um mein Leben betteln? Von welchen Schlag Mensch ist er?“ denkt sich Nathan abfällig. Noch 7 Minuten. Seine Körpertemperatur beginnt schon zu steigern. Er hat nicht mehr viel Zeit. Kurz wägt er ab ihn einfach zu überwältigen, aber das wäre riskant und nur ein letzter Ausweg, falls er überhaupt rechtzeitig das Schiff erreichen würde. Nein, ihm bleibt keine andere Wahl als die bittere Pille zu schlucken. „20.000 UEC. Noch mehr könnte es werden wenn ich sicher Arccorp erreiche. Glaub mir du hast am meisten wenn du mich aus meinen Schlamassel herausholst.“ antwortet er ihm bestimmend.


    "Ha!" sagte er amüsiert. "Wer eine Gladius fliegt und so eine schicke Rüstung trägt, der hat bestimmt noch mehr auf seinem Konto. Ist dir dein Leben so wenig wert? Wird es dir nicht heiß in deiner Rüstung?" Ihm ist bewusst das er feilschen kann. Denn letztenendes würde jeder sein letztes Hemd verkaufen, wenn es einem das Leben rettet.

    6 Minuten. Er merkt wie er anfängt zu schwitzen. Nun muss er auf sein ehemaliges Training setzen in der UEENavy. „40.000 UEC, mehr Credits verfügt mein Mobiglass nicht, solange ich nicht in der Nähe einer der Planeten bin. Mein Hauptkonto habe ich schon auf Arccorp transferiert...“ und mit ernster Stimme setzt er fort:“...Die Gladius ist teilweise von der UEENavy erstattet. Ich hatte dort eine zweijährige Vorbereitungsdienst zum Geschwader Offizier.“ Nathan setzt darauf, dass ihm bewusst wird dass er eine Person vor sich hat die militärische Erfahrung besitzt.

    Er lächelt weiterhin. Er liebt solche Situationen. Ein feilschen um Leben und Tod, wohl wissend das er, der Schiffbrüchige Nathan oder beide, sterben könnten. Sei es durch einen Gewehrschuss oder durch die Atmosphäre des tödlichen Mondes. "Ob du bei der UEE warst oder ein nutzloser Bergarbeiter von Levski bist interessiert mich nicht. Aber ich nehme deine 40.000 UEC als Anzahlung. Sieh es als.. nun ja Spesen." Er macht eine kurze Pause damit Nathan eindringlicher merkt, wie fatal die Situation war und dies sonst sein Ende bedeuten könnte.


    "Und jetzt steig ein bevor du noch zur menschlichen Konservenroulade mutierst." Er macht eine auffordernde Kopfbewegung in Richtung seines Schiffes.

    Nathan hat Mühe seine Emotionen zu verbergen. Doch er muss sich zusammenreißen. Auch wenn ihn Bilder einholen, die er am liebsten verdrängen würde. Seine Hände beginnen leicht zu zittern als ihn seine Erinnerungen einholen. Es erinnerte ihn an ein Menschenschlag das er verabscheut.


    Er folgt ihm ins Schiff, so dass Joe hinter ihm die Luke schließt. Luft strömt in das Innere des Schiffes. Nathan war bisher nicht in einer Reliant. Schon von außen war es klein, doch der innere Raum ist noch enger als gedacht. Nun zum Teil liegt es daran das sie mit Fracht gefüllt ist. Er sieht das es sich offenbar um Metallgut handelt. Joe wie er sich nennt schaut in Richtung des Cockpit. Endlich senkt sich Nathans Körpertemperatur wieder.


    "Herzlich Willkommen in meiner Reliant! Viel Platz habe ich nicht, aber es wird ausreichen für den Flug nach Arccorp." In der Reliant, ist gerade soviel Platz für ein aufgestelltes Bett zwischen den metallenen Kisten. Neben dem Bett hängen vereinzelte Fotos. Sie zeigen Planeten, Monde, Städte und ein Regiment von UEE Soldaten. Er öffnete die Türen zum Cockpit und zeigt auf den Copiloten Sitz und sagt ruhig "Da ist dein Platz."


    Nathan als jemand der im Militär mal gedient hat fällt ihm das Bild mit dem Regiment ins Auge. Aber er geht vorerst nicht darauf ein. Als ihm Joe erwähnt er kann sich auf dem Copiloten Sitz setzen in ruhiger Stimme, so ist Nathan nicht sicher wie er es auffassen soll. Es fordert ein gewissen Vertrauen jemanden an den Copiloten Sitz sitzen zulassen. Jedoch kann er die Steuerungen abschalten und nur auf sich schalten. Das darf er nicht vergessen. So nimmt er den Sitz war und schaut zu Joe rüber der offenbar die Antriebssysteme aktiviert.

    Beim hinsetzten kommt Nathan mit seinem Arm an das Display. Die Lampe im Cockpit leuchtet zweimal rot auf mit je einem Signalton und den Worten: "Zugriff verweigert." Mit einem Blick nach rechts sagte Joe: "Was? überrascht? Du glaubst ja wohl nicht das ich dir Zugriff gewähre? Ich will nur sicher gehen das du im Frachtraum keinen Mist machst." Nachdem Joe die Antriebe aktiviert hatte, startet er das Schiff und lenkte die Nase in die Richtung des endlosen Weltraumes. Während das Schiff immer mehr Abstand vom Boden gewinnt, wackelt das Schiff bedrohlich.


    Die Reliant stoßt durch die Atmosphäre, das von einem lauten Dröhnen begleitet wird.


    Als sie durch die Atmosphäre sind lässt sich wieder vollkommen der Mond betrachten, so wie auch Hurston in der Ferne sichtbar ist. Durch das gleißende Licht des Stantonstern kann Nathan die Sterne nicht klar wahrnehmen. Aber das ist auch nicht weiter wichtig, denn der Schiffscomputer navigiert sie schon zum Sprungpunkt nach Arccorp. Nun das er ihm nicht so leicht vertrauen würde, kann er sich leicht denken. Nathan ist nicht gerade erpicht auf ein Gespräch. Er ist ja ein Mensch der die Ruhe im Schiff genießt. Nein er wartet lieber ab, so sieht er nicht die Notwendigkeit Smalltalk zu führen. Er möchte aktuell nur nach Arccorp und mehr nicht. Den Planeten hatte er zumindest davor nie auch gesehen und einen Stadtplaneten umso weniger.

    Im Orbit angekommen aktiviert Joe den Quantumtravelantrieb und Aberdeen verschwindet in den Weiten des Weltalls.

    Durch die Eigenart der Reliant sind sie zueinander horizontal ausgerichtet, wobei Joe über ihm ist. Joe fragt dann Nathan:“ Nah, das wird eine kleine Reise nach Arccorp. Wir könnten die Zeit in Stillen verbringen oder ein kleines Geplauder führen. An deiner Situation kannst du sowieso nichts ändern. Du hast ja erzählt du hättest eine Gladius. Das ist ja nicht mal was sich der gewöhnlicher Bürger so leistetet. Dir wurde wirklich von der UEE Navy gesponsert?“


    „Gewiss erweise ja.“ antwortet Nathan dem in kargen Worten und gereizten Ton.


    „ Dir fliegen ja nur die Worte so aus den Mund heraus. Dir schmeckt es wohl nicht, das ich eine gewisse Summe verlange für die Unkosten, die ich habe um, dich abzuholen.“


    „Als hätte ich eine Wahl gehabt !?“


    „Man hat fast immer eine Wahl.“ Kurz hält Joe inne.“ Dich haben ja Piraten verfolgt. Kann es sein dass du dir ein paar Feinde gemacht hast. Normalerweise haben sie nicht viel davon, wenn sie einen einzelnen Piloten abschießen in einer Gladius. Wenn das Schiff explodiert gibt es ebenso wenig was man aus den Trümmerresten nutzen kann. Hast du etwa ein paar Kopfgeldaufträge angenommen...ich wette du hast auch auf manche Notrufe reagiert. Piraten wagen es ja immer wieder Händler anzugreifen.“

    Nathan antwortet dem nichts, aber Joe lächelt nur triumphierend.“ Ich denke ich habe da ins Schwarze getroffen. Dein Schweigen heißt ebenso eine Zustimmung für mich. Und mir Vorwerfen ich verlange einen Gegenbeitrag zu deiner Rettung!“


    „Ist das etwa hier ein Verhör Gespräch?“ fragt Nathan gereizt.


    „Ach nur Neugier und ein bisschen um die Zeit totzuschlagen im Quantum Flug. Wir können nicht viel machen im Quantumflug. Man sollte immer das beste aus einer Situation machen. Eine Lebensweisheit, die ich schon in jungen Jahren lernen musste...und das beste momentan für uns beide ist doch im in einem Gespräch die Zeit uns jetzt zu vertreiben.“


    „Zu einem Gespräch gehören immer zwei. Und ich bin nicht sonderlich darauf erpicht.“


    „Tja, das ist irgendwo schade. Ich habe nicht oft Gäste auf meiner Reliant. Da ist schon was besonderes, wenn einem eine andere Menschenseele begleitet.“


    „Warst du schonmal auf Arccorp?“ Fragt Joe.


    „Nein noch nie.“


    „Es ist ein beeindruckender Stadtplanet. Viel beeindruckender, woher ich stammte und sauberer auch. Das wäre jetzt glaube ich das 4te mal das ich diesen Planeten besucht habe. Es ist ganz schick dort unten.“


    Nathan antwortet dem nichts. Doch dann gibt er sich einen Ruck, denn den Quantumtunnel hineinzublicken, ist auch nicht gerade aufregend.


    „Einen Stadtplaneten habe ich tatsächlich noch nie gesehen. Auf der Erde gibt es durchaus große Metropolregionen, aber...“


    „Ach du stammst von der Erde. Dem Sitz wo die UEE Führung tagt und auch den Heimatort der Menschheit. Nah das ist weitaus besser woher ich stammte. Interessant...“

    Darauf ertönt ein piepsen.


    Es ist das Signal das sie sich den Planeten nähern. Erst ist es nur eine winzige Kugel, die aber schnell wächst und an den Seiten kleinere winzige Kugeln auftauchen, die ihre Monde bilden.

    Dann wächst Arccorp schnell heran.

    Aufgrund essen das es ein Stadtplanet ist besitzt der Planet auf der Tagesseite eine gräuliche Färbung, worauf gigantische Strukturen erkennbar sind.

    Es ist ein beeindruckender Anblick, dann springen sie aus dem Quantumtravel und befinden sich Orbit des Planeten.


    „Wir springen zu Area 18, ist einer der wichtigsten Landeplätze dort.“


    Joe peilt den Standort an und der Navigationscomputer führt sie um den Planeten herum. Dabei überwinden sie die Tag/Nachtseite des Planeten und vor ihnen wachsen die unzähligen Wolkenkratzer des Planeten an und die Holografischen Projektionen, die über den Wolkenkratzer verlaufen. Das Licht das sie abstrahlen überdeckt den Sternenhimmel und doch ist es verspieltes wie auch beeindruckendes Spiel von den Farben und Formen der holografische Projektionen und Gebäuden, die sich unter ihnen auftun.

    Nathan ist davon ergriffen. Etwas was er schon länger nicht mehr gespürt hat. Ein Funke, das er sich für was begeistern kann ist ihm eben gerade entsprungen. Auch wenn er nur sehr klein ist.


    „Da es dein erstes Mal hier ist mache ich eine kostenlose Rundtour hier. Vergiss das nicht. Aber Arccorp in der Nacht zu erleben ist wohl eines der schönsten Anblicke, die man erleben kann, was von Menschen geschaffen ist.“


    Die in Neonfarben gehüllten Wolkenkratzer, die nur die Spitze der Strukturen auf diesem Planeten bilden, leuchten in allerlei Farben und tiefe Gräben ziehen sich unter ihnen, die hell aufleuchten wenn man zu ihnen runter schaut. Kleine Schiffe die sich wie Lichterketten bewegen und ständig zwischen den Wolkenkratzer verkehren und unterschiedlichste Werbungen von Firmen laufen in Form von Hologrammen über die gigantischen Wolkenkratzer, aber auch einfache künstlerische Spielereien, wie eine holografische Welle die sich um einen Wolkenkratzer hin und her bindet schmücken die Gebäude.

    Joe setzt einen Tiefflug an, die Triebwerke brummen dabei auf bei der Schubreduzierung und beide spüren wie sich das Schiff sich schlagartig verlangsamt. Zwischen den Wolkenkratzer zufliegen ist noch beeindruckender und am Horizont, den man noch erblicken ringt sich ein Wolkenkratzer nach dem anderen. Ein heller Dunststreif erstreckt sich in der Ferne und in allen Richtung. Es sind die Lichter dieses Stadtplaneten.

    Nathan ist davon angetan.

    Ganze 10 Minuten lässt Joe es zu das Nathan, dieses Schauspiel an Farben, künstlichen Lichtern und holografischen riesigen Bildern, die an den Wolkenkratzer angeheftet sind zu, genießen kann.


    Dann peilt er den Riker memorial Spaceport an. Die Struktur des Raumhafens sind selber gigantisch. Sie hat eine V förmige Grundstruktur und ihre Oberseiten sind rötlich lackiert. In der Mitte liegt das eigentliche Raumhafengebäude mit einem Turm und Torschleusen, die sich auswärts öffnen für die jeweiligen größeren Hangars. Auch an seinen Seiten verfügt es über kleinere Hangars am Hauptterminal in der Mitte, dass von den Strukturen, wie die Mitte eines Spinnennetzes wirkt. Unter dem Gebäude läuft ein Schiffsverkehr von unterschiedlichsten Schiffen, die zueinander in beiden Richtungen laufen und sich wie eine bewegende Lichterkette unter die Wolkenkratzer in einen langen Tunnel hinein verläuft. Es ist ein beeindruckender Anblick.


    Joe fordert die Landerlaubnis ein und sie landen auf einem der seitlichen Hangars deck. Als sich die Reliant abgesetzt hat und er das Schiff herunter fährt, stellt sich Joe neben Nathan und schaut ihn mit einem unnachgiebigen Blick an und streckt die Hand aus:“ Ich erwarte meine Bezahlung. Du solltest jetzt eine Verbindung haben zum Arcorp netz. Also gib mir den Finderlohn.“ spricht er am ende leicht amüsiert.

    Nathan schaut ihm säuerlich entgegen, aber er hat keine Wahl. Also überträgt er ihm die 40.000 UEC.

    Joe lächelt, aber bevor Nathan weitergehen lässt packt er ihn an der Schulter und redet auf ihn eindringlich:“ Ich werde dich nicht vergessen. Du schuldest mir was angesichts dessen das ich dir das Leben gerettet habe was.“


    „Ich hab dir doch 40.000 UEC gegeben!“


    „Wie ich schon sagte, es war nur eine Anzahlung. Und ich kenne deinen Namen. Wer weiß was ich noch über dich herausfinde. Aber wer sagt das die Schuld beglichen ist für mich mit einem einmaligen Geldbetrag. Manchmal gibt es sogar weitaus wertvolleres als Kneten.“ erwidert er.


    „Und was wenn ich mich weigere.“ erwidert Nathan herausfordernd.

    Joe Mine verfinstert sich:“ Das werde ich dich wissen lassen. Aber unterschätze mich nicht. Ich werde sowas nicht auf mich sitzen lassen. Du bist besser geraten, mich nicht als Feind zuhaben. Und poche nicht auf die Vergangenheit in der UEE Navy. Du bist nicht der erste Mensch den ich Kampf begegnet wäre! Ein kostenlosen Rat von mir, es ist besser sich Freunde machen als Feinde. Das war für mich ebenso eine wertvolle Lektion in meinem Leben.“

    Dann entlässt er Nathan in den Hangar. Joe lässt es sich, aber nicht nehmen sich zu verabschieden mit einem verschmitzten Lächeln.

    Nathan begibt sich in Richtung das Air Shuttles und sieht sich dem spektakulären Flug durch die Skyline von Area 18 an. Aber auch ein innewohnender Zorn brodelt ihn ihm, dass er sich ausnutzen lassen hat und nun in Aufmerksamkeit einer fremden Person steht. Wer weiß was noch daraus folgt. Zugleich ärgert er sich das er so blind war und in eine Falle geraten ist und das ihn fast sein Leben gekostet hätte.


    Doch seit der Sache im Tiber-System kann hat er Schwierigkeiten sich zu beherrschen, wenn es darum geht.

    Angekommen in Area 18, tut sich vor ihm eine größere Fenster auf, die für eine Bar offenbar vorgesehen sind. Ein gigantisches Hologramm eine Frau schwebt in der Nähe von ihm. Bänke, mit einer Glass Bildschirm reihen sich vor ihm auf und einige Automaten an den Wänden, die Teil eines gigantisch hohen Wolkenkratzers sind. Überall herrschen um ihn Wolkenkratzer, die den Blick auf den Horizont verdecken. Die Wolkenkratzer selber sind der Horizont. Es herrscht ein Lärm von Raumschiffen, Menschen und Werbungen von unterschiedlichsten Firmen die laufen.


    So begibt sich Nathan in die Richtung der Plazza und fremdartige Gerüche offenbaren sich ihm auf. Er geht auf einem metallischen Boden, der zwischendurch mit kleinen Pfützen bedeckt ist und hier und da Müll rumliegt, aber nur äußert selten verwahrlost herumliegt.


    Doch alles wirkt viel sauberer als Hurston und hier kann man sorgenfrei den Helm abnehmen und die frische Luft atmen. Es ist für Nathan ein wunderbares Gefühl. Ganz lässt es sich aber der Luft nicht entnehmen, das man den Eindruck hat als würde sie schmecken wie die Luftaufbereiter in einem Raumschiff. Nun das war offensichtlich, schließlich ist es ein Stadtplanet.

    Auf der Piazza ist ein 6 Meter großes Kunstwerk, das wie eine Kugel geformt ist und Zahnräder ineinander laufen und verschnörkelt angeordnet sind. Nathan sieht hinauf zum gigantischen Wolkenkratzer, der über allen anderen thront und sich ein Farbenspiel wie auch Tonspiel aus unterschiedlichsten Werbungen, die über Holografischen Projektionen wie Bildschirmen läuft. Es wirkt wirklich wunderbar und von einer Lebendigkeit, die er so bisher nicht gesehen hat das von Menschenhand geschaffen ist. Er wünscht Kristina wäre bei ihm. In Gedanken ist sie es. Sie lächelt ihn an und schaut sich neben ihm dieses scheinbar prächtige Vielfalt an die hier vorherrscht. Eine einzelnen Träne läuft ihm herunter. Er meinte ihre Stimme zuhören und doch ist sie so fern für ihn.